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Ausstellung "Leben mit der Bibel in 4 Jahrhunderten"

Jahrtausende ...

Bibel in deutscher Übersetzung, Johannes Dietenberger, Köln 1534, hier Ausgabe von 1564

Jahrtausende schon leben die Menschen mit der Bibel. Die meisten ihrer Leser sahen und sehen in ihr das Wort Gottes. Heute wissen wir, dass dieses geglaubte göttliche Wort in langen ZeitrĂ€umen und von vielen inspirierten menschlichen Autoren verfasst ist. Bevor es ĂŒberhaupt aufgeschrieben wurde, erzĂ€hlte man es möglichst wortgetreu weiter. Was wir heute lesen, hat viele Stufen menschlicher Weitergabe durchlaufen: ErzĂ€hlen und WiedererzĂ€hlen, Auswendiglernen und Erinnern, Deuten und Kritisieren, Redigieren und ĂŒbersetzen.

Zum Ende des 4. Jahrhunderts

Bibel in lateinischer Sprache, Paris 1540

Zum Ende des 4. Jahrhunderts ĂŒbersetzte der hl. Hieronymus im pĂ€pstlichen Auftrag die Bibel in die damalige Volkssprache Latein. Diese sogenannte „Vulgata“ war dann bis ins 15. Jahrhundert die verbindliche Fassung biblischer Texte. Um befĂŒrchtete VerfĂ€lschungen zu vermeiden, verbot die Kirche damals weitere Übersetzungen. Doch das BedĂŒrfnis, die biblischen Texte in der eigenen Muttersprache zu lesen, setzte sich nach Erfindung des Buchdruckes immer mehr durch. So erschienen noch vor der genialen BibelĂŒbersetzung von Martin Luther allein 18 deutschsprachige Bibelausgaben.

Mit Beginn der konfessionellen Epoche spitzte sich der Streit um die rechte Übersetzung der Heiligen Schrift erneut zu. Wortwörtlich - oder mehr dem Sinne nach; dazwischen lief zeitweise ein tiefer Graben, der auch das katholische und das protestantische Lager voneinander trennte.

In der Zeit der AufklÀrung

Lutherbibel, Wittenberg 1534, hier Ausgabe von 1569

In der Zeit der AufklÀrung und mit dem Aufbruch von Naturwissenschaft und Technik wurden alte Glaubensvorstellungen infrage gestellt. Andererseits entwickelte sich in den letzten beiden Jahrhunderten eine tiefgehende, am Bibelwort orientierte Spiritualitat.

Die Ausstellung „Leben mit der Bibel in vier Jahrhunderten“ zeigt anhand von kostbaren Bibelausgaben diesen Spannungsbogen. Dafur geben auch die fruhen Illustrationen biblischer Geschichten ein beredtes Zeugnis. Die Bilderbibeln der nachfolgenden Jahrhunderte und die dann einsetzende weite Verbreitung von Volksbibeln durch Bibelgesellschaften dokumentieren die nachhaltige Wirkungsgeschichte der Heiligen Schrift. Auch Kommentare und Bibelbetrachtungen aus der jungeren Vergangenheit machen deutlich, wie sehr christliche Wurzeln die westliche Zivilisation bis heute pragen.

Eine Ausstellung der Historischen Bibliothek St. Anna anlÀsslich des ReformationsjubilÀums 2017

Eine Ausstellung der Historischen Bibliothek St. Anna anlÀsslich des ReformationsjubilÀums 2017
Gezeigt werden ĂŒber 50 historische BĂ€nde aus dem Besitz der Propstei St. Anna zu Schwerin. Schirmherr der Ausstellung ist der Erzbischof von Hamburg, Dr. Stefan Heße. Die PrĂ€sentation wurde entworfen, vorbereitet und gestaltet vom Heinrich- Theissing-Institut Schwerin unter Mitwirkung von Dr. Ursula Bleyenberg (Wackersberg) und Detlef Ringer (Berlin).

Ausstellungsort: Schwerin, Klosterstraße 15

Zeitraum: November 2016 bis MĂ€rz 2018

Öffnungszeiten: Jeweils am Donnerstag, 15.00 - 18.00 Uhr (außer an Feiertagen)

SonderfĂŒhrungen nach Vereinbarung unter Tel.: 0385-5558045

E-Mail: info(at)hti-schwerin.de


Die Ausstellungseröffnung ist eine gemeinsame Veranstaltung von Thomas-Morus-Bildungswerk und Heinrich-Theissing-Institut Schwerin Anfragen an:

Tel: 03871-625111 E-Mail: kontakt(at)tmb-schwerin.de

Der Eintritt ist frei – um eine Spende wird gebeten!